Die Geschichten von Friedbert dem Barden

  • Friedbert war ein sechsjähriger Junge, der aus einem verarmten Fischerdorf mit dem Namen Silden stammte. Nachdem seine Eltern bei einem Orkangriff getötet wurden, gelang Friedbert die Flucht. Sechs weitere Jahre lebte er als Obdachloser in Geldern, wo er mit kleinen Gaunereien und Taschendiebstählen sein täglich Brot verdiente. Niemand kümmerte sich je um ihn. Niemand sorgte je für ihn. Friedbert lernte schnell, dass Worte nützlicher sein können als eine volle Geldbörse, so lauerte er immer öfter den Boten des Königs auf, um deren Briefe und Aufträge zu stibitzen. Ein alter Feuermagier namens Iwein war es, der ihm das Lesen und Schreiben beibrachte. Schließlich beschloss Friedbert, die Künste zu Erlernen. Nicht die Künste der Magie, sondern die bildende Kunst, die Literatur, die Musik und die Liebeskunst.

    Friedbert erlernte das Lautenspiel und das Harfenspiel von seinem alten Meister und machte den Bauersmädchen um Geldern den Hof. Friedbert war zu jener Zeit gerade einmal dreizehn Jahre alt.


    Als er von einer seiner musikalischen Liebestouren zurück kam, sah er einen schwarze Kapuzengestalt aus dem Haus seines Meisters Iwein schreiten. Voller Schrecken ging er zitternd in das Haus, nicht wissend, was er vorfinden würde.

    Sein Meister lag mit aufgeschlitzter Kehle auf einem alten Lehnsessel. Mit einem erstickten Schrei sprang Friedbert auf und verließ die Stadt um sein Glück im Studium zu suchen. Als Vagant ( = fahrende Studenten des Mittelalters, die sehr exzentrisch lebten, sich oft mit Gaunereien und Spielmannslyrik über Wasser hielten und gegenüber jüngeren Studenten sehr ausfallend waren) zog er durch das Land, vorbei an Trelis, Montera bis hin nach Gotha. Dort traf er auf einen ehemaligen Heiler mit dem Namen "Viterro Dusterfeld". Viterro war in jener Zeit sehr deprimiert. Ungeliebt, doch hoch gebildet. Unverstanden, doch weiser als alle anderen. Reich und adelig, doch auf eine andere Art und Weise arm. Seine Tochter verließ ihn; seine Frau verstarb. Sein einziger Freund war ein Schwarzmagier, der mit Menschen herum experimentierte.


    Viterro hatte schon längere Zeit Interesse an einem Bauernmädchen aus dem Umland von Montera. Anastasia war ihr Name. Sie war Anfang zwanzig, also deutlich jünger als Viterro; hatte goldene Locken und hellbraune Augen. Viterro traute trotz seines hohen Standes sich nicht, dieses dörperhafte Mädchen anzusprechen.

    Friedbert traf schließlich auf Meister Viterro. Viterro erkannte schnell, dass es sich bei Friedbert um einen klugen, jungen Mann handelte und so willigte er ein, diesen in der Kunst der Rechtspflege und der Heilkunst, sowie der Philosophie weiter zu unterrichten. Friedbert lernte schnell und viel von Meister Viterro und erfuhr auch einiges über dessen Privatleben.

    Friedbert begann damit, ein Minnelied für das Dörpermädchen Anastasia zu schreiben, auf eigene Faust. Er gab das Lied als das Werk von Meister Viterro aus und Anastasia war wie verzaubert von Friedberts Musik. Sie willigte ein, Meister Viterro kennen zu lernen. Durch diese Tat war Meister Viterro Friedbert einen Gefallen schuldig. So fand der junge Friedbert einen neuen Vater.


    Im Laufe der Jahre wuchs der junge Friedbert heran. Es war nicht mehr nur Musik, weswegen ihm die Bauernmädchen zu Füßen lagen, sondern Friedbert gewann an Attraktivität, Ansehen und Reichtum. Schon bald folgte einer Affäre die Nächste, als der junge Mann durch das ganze Reich Myrtanas pilgerte und von Geschichten aus aller Welt sang, den Frauen seine Liebe gestand, Märchen und Fabeln erzählte und vieles mehr. Eines Tages traf er auf einen anderen Studenten, einen jungen Burschen, der gerade erst sein Studium der Künste begonnen hatte. Anton war sein Name.

    "He, du! Bursche, wie läufst du denn herum? Hältst dich wohl für den Hofmarschall seiner Majestät, König Rhobars persönlich!" verspottete Anton den jungen Barden Friedbert. Friedbert, der schon immer ein Hitzkopf gewesen war entgegnete, dass Anton hässlicher als eine Fleischwanze sei und IHM gar nichts zu sagen hätte. Es entwickelte sich ein Streit zwischen den Beiden und später ein Duell. Friedbert war es, der Antons Arm durchtrennte, ihm Gold, Nahrung und Kleidung nahm und ihn zum Sterben an einen Baum fesselte.


    Er sollte nicht weit kommen. Am Stadttor angekommen sah er, wie man Meister Viterro abführte. "Illegale Menschenversuche dulden wir in Myrtana nicht" schimpfte eine der Milizen Viterro. "Und du, du bist doch Viterros Sohn, oder?" Nach einem kurzen Nicken seitens Friedbert wurden Vater und Sohn gemeinsam nach Vengard gebracht.

    Das Urteil war schnell gefällt. Viterro hatte sich der Ketzerei schuldig gemacht. Er erforschte den Menschen auf eine Art, wie Menschen einander nicht erforschen durften. Für selbiges wurde sein Freund, der Schwarzmagier, hingerichtet. Friedbert seinerseits hatte von Meister Viterros Geheimnis gewusst und geschwiegen. Gleichzeitig hatte er einen armen, jungen Mann zum Tode verurteilt zurückgelassen. Der Richter von Vengard verhängte das Urteil über die beiden: Lebenslängliche Haft in der Strafkolonie auf Khorinis.


    Hier beginnt die Geschichte von Friedbert Dusterfeld, genannt "Dörperminner" und Meister Viterro.Dusterfeld

  • Ich hab hier mal eine kleine Frage an die Moderatoren und Admins des SKO- Forums und Servers.



    Dieser Teilbereich (Charaktervorstellung) ist aus irgendeinem Grund der einzige Thread, den ich öffnen und in dem ich schreiben kann.

    Egal, welchen Thread ich öffne, der "Antworten" - Button fehlt.

    Ebenso in den übergeordneten Bereichen der Button "Neuer Thread"


    Ziemlich schwierig, wenn man als neuer Spieler zB ein technisches Problem hat.

    Kann mir damit jemand helfen?


    LG


    Rohtendoor


    Edit:


    Okay, nicht in allen - aber in einigen!