Dieti filius Anfänger

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Persönliche Informationen

Geburtstag
28. Mai 1998 (21)
Geschlecht
Weiblich

Strafkolonie Online

Serverbeitritt
23. Oktober 2015

Charaktere

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Titus

Charaktervorstellung

Charaktergeschichte


Gestatten, Titus Flavio, Winzer in dritter Generation!







Jemand musste Titus Flavio Böses wollen, denn ohne dass er sich etwas hatte zuschulden kommen lassen, stand eines Morgens die Miliz vor seiner Tür und führte ihn ab.

Es muss ein schreckliches Missverständnis gewesen sein, ja ein bürokratischer Fehler.

Titus Flavio ist unschuldig verhaftet worden! So sieht er es zumindest…



4 Monate vorher



Zufrieden atmete Titus Flavio aus und ließ den Blick über seine Weinberge streifen, auf denen seine Knechte gerade die Ernte reinbrachten und er bald beginnen könnte Wein herzustellen. Zwar war seit dem Kriege alles teurer geworden, doch Wein, das war etwas, das immer gefragt war. Vor allem im Kriege und vor allem bei den höheren Herrschaften der Offiziere, denen es Titus Flavio verdankte, nicht eingezogen worden zu sein.



Und so in Gedanken stemmte er die Hände in die Hüften, atmete den reinen Duft seiner Weinreben ein und wuschelte sich einmal durch das dunkle Lockenhaar.

Wie soll ich die ganzen Knechte nur bezahlen, wo doch alles teurer geworden ist, dachte Titus Flavio, aber seine Hauptabnehmer von der Armee immer noch nach dem alten Preis zahlten.

Die Widerworte erstarben in Titus Flavios Kehle, als er an den Schrecken dachte, den es bringen würde, zu widersprechen und an die Front zu müssen.



Er war kein Soldat sondern Winzer in vierter Generation und er ist groß geworden mit den Geschichten, dass seines Großvaters Wein bei der Krönung des ersten Rhobars getrunken worden sei.



Nein, Titus Flavio war doch recht zufrieden damit, dass er hier Winzern durfte und nicht an der Front droht erschlagen zu werden.



,,He, beeilt euch, ihr Tölpel!” herrschte er untermalt von einer rudernden Gestik einen der Knechte an, der sich daran machte neben der Weinrebe zu urinieren: ,,Eine Traube kostet mehr als der Jahresverdienst deiner Frau, der Kürschnergehilfin!”



Der Angesprochene zuckte zusammen und Titus Flavio gab sich zufrieden wieder seinen Gedanken hin, er erwähnte nicht, dass die Frau des Angesprochenen mehr als ihr Ehemann verdiente, denn Titus Flavio war ein geiziger Arbeitgeber. Und ein reizbarer ebenfalls.



In Gedanken beachtete er die Arbeitenden nicht weiter, sondern versuchte aus dem Erlebten den Geistesblitz abzurufen, der ihn beim Anblick des Pissenden gekommen war.



Wenn er mehr Wein hätte, könnte er mehr verdienen und somit seinen Töchtern etwas Luxus finanzieren, doch noch mehr Weinreben konnte er nicht bezahlen...Die ungehobelten Offiziere der Königlichen Streitkräfte auf dem Festland soffen seinen Wein aber wie Wasser…



Das ist es! rief er aus und zog damit die verwirrten Blicke seiner Arbeiter auf sich, denen er mit einer hektischen Handbewegung signalisierte weiter zu arbeiten, was sie auch taten. Denn Titus Flavio war ein geiziger Arbeitgeber. Und ein reizbarer ebenfalls.



Er müsste nur den guten Wein, seiner ganzen Familie Stolz, mit etwas billigerem Wein seines Konkurrenten Markus Vinoes mischen, dessen Wein, das gestand sich Titus Flavio ein, obwohl er es nie zugeben würde, ebenfalls von nicht allzu schlechter Qualität war, doch seiner war der beste!



Gedacht, getan schickte er am Abend seine Knechte los um Wein bei seinem Konkurrenten zu erwerben, deren fragende Blicke ignorierte er und als sie etwas später zurückkamen, zahlte er ihnen ihre Schweigsamkeit in Wein aus.



Als es dann Nacht wurde, schlich er in seinen Weinkeller und begann damit, den guten mit dem schlechten Wein zu vermischen, in dem Verhältnis 5:2, er probierte: ,,Scheußlich!” Diesen guten Jahrgang zu verschandeln tat Titus Flavios' Winzerherz weh und seiner Ehre als Winzer ebenso. Doch Titus Flavio war, obwohl er geizig war, im Laufe des Krieges zusehends verarmt. Das Überleben verlangte es, versuchte er sich das Gewissen reinzuwaschen als er aus dem Weinkeller trat um noch einmal den Kindern Gutnacht zu sagen und sich dann hinzulegen.

Seine Frau war nicht da, sie war wohl wieder auf Reisen um ihre Lust für schöne Stoffe und Schmuck zu befriedigen.

Einmal mehr verfluchte sich der, gegenüber seinen Knechten so durchsetzungskräftige Mittdreißiger, dass er seiner Frau keinen Wunsch abschlagen konnte.



Die ersten Monate verliefen zusehends besser, das freudige Grinsen Titus Flavios wuchs in einem mit dem Bestand seiner Börse.

Selbst den Knechten genehmigte er ab und an etwas von dem Wein, der für ihren Aufstieg verantwortlich war, der billige Wein von Markus Vineos.



Doch als einer der Knechte übermütig wurde, meinte, die Großzügigkeit des Titus Flavio auszunutzen und sich am selbst gekelterten Wein zu bedienen, erlebte dieser sein blaues Wunder, denn trotz Titus Flavios’ eher unscheinbarem Aussehen, vermochte er mit seiner Rute kräftig auszuteilen, wenn der Geschlagene stillhielt, was sie alle taten, denn sie brauchten diese Arbeit mit mieser Bezahlung.

Denn Titus Flavio war ein geziger Arbeitgeber. Und ein reizbarer ebenfalls.



Doch dann passierte es, als er gerade dabei war, weiter Wein zu panschen, kam seine Tochter rein: ,,Vater, da sind..Mäuse unter einem Bett.” ,,Hm...das kann nicht aufgeschoben werden, geh vor, Liebes, ich folge dir”. Titus Flavio legte die von Vinoe stammende Weinflasche ab und folgte seiner Tochter, das Tor schlug er kräftig zu. Denn trotz seinem unscheinbaren Aussehen vermochte er kräftig zuzustoßen. Zu kräftig.



Die nur minder gut abgestellte Weinkanne kippte um und der ganze Inhalt lief in das Fass, welches den Wein von Titus Flavio beherbergte. Er vermischte sich: 3:4.

Titus Flavio verscheuchte die quiekenden Mäuse unter seines Tochters Bett mit einem alten Pantoffel, der noch von seinem Großvater stammte und den sie, aufgrund des Geruchs und des Verwendungszwecks Käsetreib nannten.

Seine Tochter dankte es dem leicht lächelnden Vater mit einem Wangenkuss und begab sich zu Bett, wo sie dann zugleich einzuschlafen begann.



Titus machte sich auf in die Scheune und stellte die Weinflasche weg, die umgefallen war. Dass etwas anders war, oder der Wein anders roch bemerkte er jedoch nicht. Denn obwohl Titus FLavio ein geiziger Arbeitgeber war. Und ein reizbarer ebenfalls, nahm er sich ab und an den Luxus, etwas von seinem besten Wein zu probieren. So wie heute, um Käsetreib

aus der Nase zu bekommen.



Er legte sich hin und schlief ein, am Morgen stand er früh auf, scheuchte die Knechte aus den Betten und wies sie an, den Wagen mit Wein vorzubereiten, den ein General und sein Stab bestellt hatten und den sie gegen Mittag abholten. Die Bezahlung war knauserig und als der Wagen von ihnen wegfuhrt, gestatte Titus Flavio es sich, mit den Zähnen zu knirschen.



Wer hätte denn ahnen können, dass dieses Zähneknirschen geradezu prophetischen Charakter hatte…



Teil 2:



Jemand musste Titus Flavio Böses wollen, denn ohne dass er sich etwas hatte zuschulden kommen lassen, stand eines Morgens die Miliz vor seiner Tür und führte ihn ab, so sah er es zumindest und beharrte auch dann noch auf diesem Standpunkt, als er vor einen der Untergeneräle höchstselbst geführt wurde und dieser ihm mit dem Panzerhandschuh ins Gesicht schlug: ,, Du Idiot, hast uns schlechte Ware verkauft. Hast dir wohl etwas dazuverdienen wollen, was?! Unsere Großzügigkeit mit Füßen treten wollen. Dein gepanschter Wein hat meine Männer erkranken lassen. Ich dachte mir schon etwas länger: Warum kommt Konrad nicht vom Scheißhaus...Warum hat sich Wulfrad beim Marsch in die Hose und zum Gespött aller gemacht”. Der Soldat tobte und nachdem die Titus Flavio festhaltenden Männer diesen losließen, blickte er dem General ins Gesicht: ,,Herr, das...ist ein Fehler. Es kommt...sicherlich von diesem Armeefraß, den es bei euch P...tapferen Männern gibt.” ,,Winsel du nur, du Schuft, es wird dir ja doch nichts bringen...was? Hast du dich gerade EINGEPISST!?” Der Soldate lachte auf und zeigte auf Flavio, blickte zu seinen Männern, die ebenfalls in sein lautes Lachen einfielen..

,,Seht ihn euch an...er denkt wohl, er kommt an die Front, doch DAS ersparen wir ihm. Was, Männer?” Zustimmungsbekundungen seiner Männer, die in ihren verbeulten Rüstungen und ihren narbenbedeckten Gesichtern eher Räubern als Soldaten glichen. Johlen. Grunzen.

Doch Titus Flavio sah einfach nur noch erbärmlich aus, er hatte sich vor Angst in seine beste Hose gemacht, eine, die ihm von seiner Frau mitgebracht wurde i und die, so sie zumindest, der letzte Schrei in der Hauptstadt sei.

Titus Flavio war ein armes Würstchen und als solches wurde er auch von den Soldaten betrachtet, von dem Untergeneral namens Claudius, den er von mehreren Besuchen auf seinem Weingut kennengelernt und durch die Blicke, die dieser seiner ältesten 16-jährigen Tochter zugeworfen hatte, zu hassen gelernt.

Feixend betrachte ihn Claudius, der wohl eine glänzende Karriere beim Militär vor sich haben wird:,, Du kommst nicht an die Front, nein, wir machen eine...klitzekleine Reise. Es geht nach Khorinis.” Titus Flavio erbleichte und wurde ohnmächtig.



Der Reinschmiss



Im Namen König Rhobars (//bitte einfügen :D//)

Titus Flavio war bleich, vor sich sah er einen Abgrund, bedeckt von einer magisch, bläulich schimmernden Barriere. Als der Richter ,,verurteile ich” verlas, sackte Titus Flavio auf den Boden, er ging auf die Knie, direkt an der Kante, die er wohl bald zu überschreiten habe.

Er spürte einen warmen Atem an seinem Nacken und an seinem Ohr:,, Es ist wohl abschiedszeit, Winzer.”Die Stimme Claudius. Er sprach zuckersüß und Titus Flavio sträubten sich die die Nackenhaare als sein Peiniger fortfuhr, flüsternd: ,, Mach dir um dein Weingut keine Sorgen...darum kümmern wir uns, es ist jetzt im Besitz der Krone, das heiß, dass wir Saufen bis der Bauch glüht und wenn ich eine Pause brauche, weiß ich schon, wer mein Bett wärmen wird, hehe.” Titus Flavio zischte.

,,Hinein mit ihm”. Nur zu gerne folgte Claudius der Anweisung und tritt den Winzer in die Barriere, dieser landet mit einem Spritzer im Wasser und keuchend schwamm er zur Oberfläche.

Mit einem hämischen Grinsen zogen Claudius und seine Männer ab, sich schlapplachend.

Dazu hatte Claudius auch allen Grund, er hatte eine glänzende Militärkarriere vor sich, zumindest bis dieser Bolzen kam und ihm in 2-jähriger Zukunft ein Ende macht.

Zurück bleibt von ihm nur noch das Neugeborene, dessen Großvater er in die Kolonie getreten hat und dessen Mutter sich, den Übergriffen leid, 4 Monate nach der Geburt erhängt hatte, ihr Kind kam in ein Waisenhaus, welches besonders im Kriege überzuquellen scheint.

Titus Flavio, der nach Luft schnappt und abermals sein Pech und seine Gier, seinen Einfallsreichtum verflucht, bekommt von alledem nichts mit.

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Dietleib