Oswin
- Männlich
- 26
- aus Küche des Neuen Lagers
- Mitglied seit 1. Juni 2026
- Letzte Aktivität:
18. Juli 2026 um 00:08
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Persönliche Informationen
- Geburtstag
- 25. Mai 2000 (26)
- Geschlecht
- Männlich
- Wohnort
- Küche des Neuen Lagers
Charaktervorstellung
- Charaktergeschichte
-
Oswin Falkner
Oswin wurde in einem kleinen Küstendorf des Königreichs geboren. Schon früh lernte er Disziplin und Gehorsam kennen, denn sein Vater diente ebenfalls in der königlichen Marine. Für Oswin schien der Weg vorbestimmt. Noch als junger Mann trat er in die Reihen der Marine ein und verbrachte Jahre auf den Schiffen des Königs.
Er erwies sich als fähiger Seemann und zuverlässiger Soldat. Doch je länger er diente, desto mehr begann er an den Befehlen seiner Vorgesetzten zu zweifeln. Immer häufiger musste er miterleben, wie einfache Fischer schikaniert, Dörfer geplündert oder unschuldige Menschen im Namen des Königs bestraft wurden. Der Dienst, den er einst als ehrenhaft angesehen hatte, verlor für ihn jeden Sinn.
Schließlich fasste Oswin einen folgenschweren Entschluss. Während eines Einsatzes verschwand er spurlos und desertierte aus der Marine. Von diesem Tag an war er ein gejagter Mann. Er wechselte regelmäßig seinen Aufenthaltsort, arbeitete gelegentlich als Tagelöhner oder Fischer und hielt sich möglichst aus den Angelegenheiten anderer heraus. Sein einziges Ziel war es, nicht erkannt zu werden.
Dieses ruhige Leben änderte sich, als er einem Mann namens Lean begegnete. Anfangs verband die beiden lediglich das gemeinsame Misstrauen gegenüber der Obrigkeit. Doch aus vorsichtigen Gesprächen entstand Freundschaft. Lean besaß Charme, Mut und eine gewisse Gerissenheit, während Oswin seine militärische Erfahrung und seine ruhige Art einbrachte. Gemeinsam ergänzten sie sich hervorragend.
Schon bald beschlossen sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie gründeten eine kleine Wegelagerertruppe, die Händler auf abgelegenen Straßen überfiel. Dabei achteten sie darauf, unnötiges Blutvergießen zu vermeiden. Ihr Ziel war Beute, nicht Mord. Mit der Zeit sprach sich herum, dass irgendwo zwischen den Wäldern zwei Räuber ihr Unwesen trieben, die ihre Überfälle mit erstaunlicher Präzision planten.
Eine Weile lief alles nach Plan. Sie wechselten ständig ihre Lager, kannten versteckte Pfade und entkamen jeder Verfolgung. Doch ihr Erfolg machte sie leichtsinnig.
Eines Tages erhielten sie Informationen über einen angeblich schlecht bewachten Transport mit wertvoller Ladung. Die Nachricht schien glaubwürdig und versprach den größten Raubzug ihres Lebens. Was sie nicht wussten: Die Informationen waren falsch oder bewusst gestreut worden. Anstelle einer schwachen Eskorte wartete dort ein vorbereitetes Aufgebot königlicher Soldaten.
Oswin und Lean gerieten in einen Hinterhalt. Obwohl sie sich erbittert zur Wehr setzten, wurden sie überwältigt und gefangen genommen. Für Oswin holte ihn damit auch seine Vergangenheit als Deserteur wieder ein. Die Anklage wegen Straßenraubs wog schwer genug, doch seine Desertion machte jede Hoffnung auf Milde zunichte.
Das Urteil war eindeutig: lebenslange Verbannung hinter die Barriere.
Nun findet sich Oswin in der Strafkolonie wieder. Die Disziplin der Marine hat ihn gelehrt zu überleben, die Jahre als Wegelagerer haben ihn misstrauisch und vorsichtig gemacht. Er weiß, dass Vertrauen selten ist und jede Entscheidung über Leben oder Tod bestimmen kann. Dennoch hat er sich einen letzten Grundsatz bewahrt: Sein Wort gilt, und wer sich seinen ehrlichen Respekt verdient, hat in ihm einen verlässlichen Gefährten. Wer ihn jedoch verrät, wird feststellen, dass ein ehemaliger Marinesoldat weder vergisst noch vergibt.