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Holymoly

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Galliad

Schatten

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42

Dienstag, 27. Februar 2018, 02:08

Um es mit den unsterblichen Worten von Myre von Orkenspalter zu sagen: Was gutes Rollenspiel ist? Damit ließe sich das halbe Internet vollschreiben.
Soll heißen: Wenn du hundert Leute fragst, wirst du 120 verschiedene Antworten bekommen. Ich denke es gibt kein wirkliches Erfolgsrezept, daher gebe ich mal ein paar hinweise, die zu gutem RP führen KÖNNEN!

1. Sei du selbst.
Warum? Du spielst doch jemand anderes. Ja. Aber du wirst diesen Charakter lange spielen, sehr lange. Über Monate hinweg. Mit der Zeit wird es immer schwerer eine Charakterfassade aufrechtzuerhalten. Daher lass die Persönlichkeit deines Chars deiner eigenen entsprechen. Das macht ihn viel glaubhafter, weil du seltener aus der Rolle fällst. Und glaub mir, jeder wird irgendwann müde.

2. Sei menschlich
Der Charakter, den du spielst, sollte realitätsnah sein. Er sollte eine ausgearbeitete Persönlichkeit haben. Wie das geht? Nun, indem du grundlegende Charakterfragen durchgehst. Ich überlege dazu mal noch was zu verfassen, was mir sehr geholfen hat beim Pen and Paper. Aber vor allem, wenn du einen unmenschlichen Charakter erstellt, dann meist weil er besonders so oder so ist. Vielleicht sonderlich dumm, naiv, lustig oder etwas in der Art. Und der Witz ist nach ein paar Tagen raus.

3. Schauspielen.
Gutes Rollenspiel ist gutes Schauspiel. Dazu gehört nie aus der Rolle zu fallen und bei jeder Handlung zu denken: Was würde mein Charakter tun.

Tu das und du bist auf gutem Weg. Du brauchst weder viele Emotes noch sonst was. Sei natürlich und das gute RP kommt von alleine.

43

Freitag, 2. März 2018, 12:15

Um es mit den unsterblichen Worten von Myre von Orkenspalter zu sagen: Was gutes Rollenspiel ist? Damit ließe sich das halbe Internet vollschreiben.
Soll heißen: Wenn du hundert Leute fragst, wirst du 120 verschiedene Antworten bekommen. Ich denke es gibt kein wirkliches Erfolgsrezept, daher gebe ich mal ein paar hinweise, die zu gutem RP führen KÖNNEN!

1. Sei du selbst.
Warum? Du spielst doch jemand anderes. Ja. Aber du wirst diesen Charakter lange spielen, sehr lange. Über Monate hinweg. Mit der Zeit wird es immer schwerer eine Charakterfassade aufrechtzuerhalten. Daher lass die Persönlichkeit deines Chars deiner eigenen entsprechen. Das macht ihn viel glaubhafter, weil du seltener aus der Rolle fällst. Und glaub mir, jeder wird irgendwann müde.

2. Sei menschlich
Der Charakter, den du spielst, sollte realitätsnah sein. Er sollte eine ausgearbeitete Persönlichkeit haben. Wie das geht? Nun, indem du grundlegende Charakterfragen durchgehst. Ich überlege dazu mal noch was zu verfassen, was mir sehr geholfen hat beim Pen and Paper. Aber vor allem, wenn du einen unmenschlichen Charakter erstellt, dann meist weil er besonders so oder so ist. Vielleicht sonderlich dumm, naiv, lustig oder etwas in der Art. Und der Witz ist nach ein paar Tagen raus.

3. Schauspielen.
Gutes Rollenspiel ist gutes Schauspiel. Dazu gehört nie aus der Rolle zu fallen und bei jeder Handlung zu denken: Was würde mein Charakter tun.

Tu das und du bist auf gutem Weg. Du brauchst weder viele Emotes noch sonst was. Sei natürlich und das gute RP kommt von alleine.
Kann ich alles unterschreiben bis auf den Ratschlag 1.

Wenn dein Charakter-Konzept gut durchdacht ist und du es ernst meinst, dann wirst du nicht aus der Rolle fallen weil die Persönlichkeit deiner Figur irgendwann so etwas wie deine 2. Persönlichkeit wird. Du musst dann nicht mehr darüber nachdenken wie deine Figur handelt sondern du entwickelst eine Art separaten Instinkt dafür.

So war es zumindest bei mir jedes Mal wenn ich eine Figur über längere Zeit bespielt und aufgebaut habe. Aus der Rolle fällt man nur wenn man Löcher offen lässt und/oder eine Persönlichkeit gewählt hat die für einen durchgehend anstrengend ist ausgespielt zu werden.

Ich würde daher die Empfehlung anpassen in "Sei jemand mit dem du klar kommst" als "Sei du Selbst".

Folken

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44

Freitag, 2. März 2018, 13:24

Mir hat ein Jahr wo ich selbst im Theater aktiv war ein wenig geholfen hier im Spiel auf die Art zu spielen wie ich spiele.

In dem Theater wurde uns gesagt, das wir zwar als Schauspieler immer in eine neue Rolle schlüpfen, aber diese Rolle immer Züge von unserer eigenen Persönlichkeit übernehmen werden. Wir werden nie 100% jemand anders sein können. Von daher gilt es mit eigenen Zügen zu spielen, um jemand scheinbar anderen hervor zu bringen. Manche können das so gut, das sie vllt. sehr nah an die 100% rankommen.

Durch das Theater (welches ja durch den Regiesseur angeleitet wurde) habe ich gelernt viel mehr auf eigenes Empfinden, Haltung und Wirkung nachzudenken. Man signalisiert z.B. soooviel durch Körpersprache. Ganze Geschichten könnte man durch Körpersprache erzählen. Das versuch ich manchmal durch Emotes auch zu tun. Selbst wenn es keiner wahrnimmt. Ich empfehle sogar auch RP zu betreiben (Emotes schreiben oder vllt. redet der Charakter mit sich selbst) wenn kein anderer Spieler da ist. Für die Charakterentwicklung kann das "allein sein" auch förderliche Auswirkungen haben.

Wenn ich mich manchmal erwischen einfach sinnlos im Lager rum zu laufen. Dann sind Fragen zu seiner Rolle erstmal das aller beste was ich kenne.

Wie fühlt sich mein Charakter jetzt?
Was denkt mein Charakter jetzt?
Was treibt ihn an?
Welche Laune hat er?
Warum hat er diese Laune?
Worauf hätte er Lust?
Was sind seine Pläne?

Aus den Antworten baue ich dann die Aktion. Die Entwicklung der Persönlichkeit überlasse ich dann einfach dem was daraus passiert...
Kurz gesagt würde ich meinen Tipp so formulieren: "DAS bin ICH jetzt und das mache ICH jetzt!" ... Aus der 3. Person würde ich eher sagen: "Sei DEIN Charakter wie DU ihn spielen würdest. Denn jetzt bist DU der Charakter!"

Zum Schluss noch eine Bitte: Durch Emotes nur Dinge äußern die mit allen menschlichen Sinnen erkennbar sind. Gedankenemotes von anderen verderben mir den Spaß. Mein Char kann keine Gedanken lesen oder Gefühle von Anderen mit einem 7. Sinn spüren. Das würde nicht nur meinen Charakter irritieren, ...

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Folken« (2. März 2018, 13:57)


Aurelian

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Nickname: Aurelian

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45

Samstag, 10. März 2018, 19:02

1. Sei du selbst.
Warum? Du spielst doch jemand anderes. Ja. Aber du wirst diesen Charakter lange spielen, sehr lange. Über Monate hinweg. Mit der Zeit wird es immer schwerer eine Charakterfassade aufrechtzuerhalten. Daher lass die Persönlichkeit deines Chars deiner eigenen entsprechen. Das macht ihn viel glaubhafter, weil du seltener aus der Rolle fällst. Und glaub mir, jeder wird irgendwann müde.


Ich würde dir da widersprechen. Natürlich kann es möglicherweise schwerfallen eine Rolle zu spielen, die einem selbst fremd wirkt, aber genau darin liegt meiner Meinung nach die Kunst des Rollenspiels. Sollte ich einen Charakter so gestalten, dass er 1 zu 1 ist so wie ich es persönlich bin, dann ist es schlichtweg kein Rollenspiel mehr oder zerstört zumindest alle Aspekte des Rollenspiels. Man sollte einfach sich selber herantasten und als Neuling eventuell nicht gerade Charaktere spielen, deren Charakteristiken aus Extremen bestehen, sondern vielleicht einfachere Leute spielen, die dennoch ihre besonderen Eigenschaften haben, die sie von dem Spieler hinter der Figur trennt.

2. Sei menschlich
Der Charakter, den du spielst, sollte realitätsnah sein. Er sollte eine ausgearbeitete Persönlichkeit haben. Wie das geht? Nun, indem du grundlegende Charakterfragen durchgehst. Ich überlege dazu mal noch was zu verfassen, was mir sehr geholfen hat beim Pen and Paper. Aber vor allem, wenn du einen unmenschlichen Charakter erstellt, dann meist weil er besonders so oder so ist. Vielleicht sonderlich dumm, naiv, lustig oder etwas in der Art. Und der Witz ist nach ein paar Tagen raus.


Da stimme ich dir größtenteils zu, eine ausgearbeitete Persönlichkeit und eine Hintergrundgeschichte dazu, die die Entwicklung oder Entstehung dieser Persönlichkeit erklärt, sind äußerst wichtig meiner Meinung nach. Im Grunde ist es dann völlig okay einen Charakter zu spielen, der unmenschliche Dinge tut, wie zum Beispiel Spaß am Foltern haben oder dersgleichen, solange der Spieler es gut ausspielen kann und eine Motivation, beziehungsweise eine Begründung für diesen Spaß seines Charakters hat, wie zum Beispiel irgendwelche schrecklichen, traumatisierenden Erfahrungen in der Kindheit oder dersgleichen, sehe ich da kein Problem drin. Die Ausnahme natürlich ist, wenn man jetzt einen emotionslosen Zombie oder dersgleichen ausspielt, der hat schließlich keine Emotionen und handelt nach Instinkten, aber das benötigt dann, meiner Meinung nach, keine große Kunst im Rollenspiel.

3. Schauspielen.
Gutes Rollenspiel ist gutes Schauspiel. Dazu gehört nie aus der Rolle zu fallen und bei jeder Handlung zu denken: Was würde mein Charakter tun.


Dieser Punkt von dir fasst eigentlich die beiden davor punktgenau zusammen, egal wie man seinen Charakter aussehen oder handeln lässt, immer vorher überlegen, würde mein Charakter dies machen? In erhitzten Momenten oder Diskussionen passiert es auch dem besten Rollenspieler, dass er seine eigenen Emotionen in das Geschehen mithineinversetzt und sobald dies passiert, ist das Rollenspiel zerstört, daher, egal in welcher Situation und wie sehr das auch einen selbst berühren mag, immer vorher überlegen, würde mein Charakter dies tun oder sagen?

Tu das und du bist auf gutem Weg. Du brauchst weder viele Emotes noch sonst was. Sei natürlich und das gute RP kommt von alleine.


Da widerspreche ich dir vollkommen. Gutes RP kommt nicht von alleine, sonst gäbe es keine guten und keine schlechten Rollenspieler. Ich bin mir sicher dass du mal eine Serie oder einen Film geschaut hast und dir dachtest: "Man dieser Schauspieler ist echt schlecht" und so ist es auch im Rollenspiel. Der Fehler wäre hier nun einen schlechteren Rollenspieler zu verurteilen und ihn in eine Ecke zu schieben, aus der er nicht mehr herauskommt. Ich selbst habe mit 12 Jahren angefangen meine ersten Erfahrungen im Rollenspiel zu machen und bin auf sehr viele Rollenspieler gestoßen, die mir gegenüber äußerst abweisend waren, ich jedoch konnte damals nicht verstehen wieso. Mit den Jahren lernte ich erfahrenere Rollenspieler kennen, lernte von diesen, aber auch viel durch eigene Erfahrungen in den verschiedensten Projekten und so langsam bildete sich eine Basis bei mir, von der ich persönlich behaupten kann, dass diese inzwischen ziemlich solide ist und auch tiefe besitzt. Worauf ich im Grunde damit hinaus will ist:

Jeder Rollenspieler fängt bei 0 an, natürlich haben die einen vielleicht ein Talent fürs Schauspielern oder Geschichten erzählen und denen wirds auch leichter fallen sich zu verbessern, aber niemand ist aus dem Nichts ein guter Rollenspieler, es braucht Zeit, Willen und vor allem Geduld um die eigenen rollenspielerischen Künste zu verbessern, aber natürlich, wie auch bei allen anderen Dingen im Leben, gibt es kein perfekt, da fast jeder eine andere Ansicht von "perfekt" besitzt.

Damit kommen wir schon zu den Emotes: Ich persönlich habe ganz früher zu den closed Beta Zeiten von SKO gespielt und so gut wie niemand nutzte anfangs Emotes, was, meiner Meinung nach, dazu führte, dass das Rollenspiel ziemlich trocken und mit wenig Fantasie von statten ging. Das Spiel, bietet eventuell mehr optische Darstellungsmöglichkeiten als andere textbasierende Rollenspiele wie WoW oder dersgleichen, dennoch gibt es wie in jeder virtuellen Welt Limitierungen und diese können eben nur durch Emotes umgangen werden. Natürlich sollte nicht jede kleine Handlung, vor allem wenn sie sich wiederholt, blöcke lang umschrieben werden, aber der eine oder andere ausgiebige Emote erlaubt dem Mitspieler sich ein besseres Bild zu machen und sich leichter in die Situation zu versetzen. Eine Mischung aus Qualität und Quantität ist meiner Meinung demnach am besten, aber es gibt natürlich hier auch verschiedene Meinungen.

Ich hoffe meine Ansicht konnte dem einen oder anderen ein größeres Bild des Spektrums verschaffen :)

46

Montag, 16. April 2018, 22:26

Sehr schön, so viele verschiedene Meinungen zu hören, danke an euch alle.

Ich überlege dazu mal noch was zu verfassen, was mir sehr geholfen hat beim Pen and Paper.


Das wäre gut von dir, würde mich interessieren.
Diese gut.

Zitat


Weißt du... wenn du dem Tod ins Auge schaust, kannst du dir in die Hosen scheißen, aber am Ende des Tages bringt es dir nichts, außer ein paar verdammt unangenehme letzte Stunden

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